Vortrag „Magie der Anfänge – Kunst, Musik und Symbole der Altsteinzeit“
Mittwoch 7.10.2026 19:00 bis 20:00
Referentin: Dr. Sybille Wolf, Ältere Urgeschichte und Quartärökologie/Universität Tübingen
Vor etwa 42 000 Jahren tritt in Zentraleuropa erstmals das Phänomen der Eiszeitkunst in Erscheinung. Nach heutigem Kenntnisstand stammen die ältesten Belege für Kunst, Musikinstrumente und Schmuck aus Mammutelfenbein aus den Höhlenfundstellen der Schwäbischen Alb. Die figürlichen Kleinplastiken stellen dabei fast ausnahmslos Tiere der letzten Eiszeit dar und gehören zur archäologisch definierten Kultur des Aurignaciens, die in Süddeutschland bis etwa 35 000 Jahre vor heute andauerte. In derselben Kultur finden sich in Ostfrankreich spektakuläre Höhlenmalereien.
Neben der Darstellung von Tieren und Menschen spielen auch Zeichen, Markierungen und eingravierte Muster eine wichtige Rolle in der eiszeitlichen Kunst. Sie finden sich sowohl auf figürlichen Objekten als auch auf anderen Gegenständen und erweitern das Spektrum der Ausdrucksformen um abstrakte und möglicherweise symbolische Gestaltungselemente. Ihre Bedeutung ist bis heute vielfach nicht eindeutig zu bestimmen und eröffnet damit spannende Fragen nach den Vorstellungen und Kommunikationsformen der Menschen des Jungpaläolithikums. Der Vortrag fokussiert auf den Beginn der Eiszeitkunst in Süddeutschland und beleuchtet insbesondere die Vielfalt der frühen figürlichen Darstellungen und deren mögliche Bedeutungen.

Vogelherd, Pferdedarstellung aus Mammutelfenbein. Photo: H. Jensen, Universität Tübingen.
Kostenlose Sonntagsführungen
Im Sommerhalbjahr von April bis Oktober werden an allen Sonntagen um 14:00 Uhr kostenlose Führungen angeboten. Treffpunkt ist das Heid’sche Haus in der Bahnhofstr. 4 in 69256 Mauer.
Die Führung ist kostenlos, um Spenden für den Verein wird gebeten. Informationen zu Führungen finden Sie hier
Regelmäßige Treffen und Kontakte im Vereinszentrum
Regelmäßige Treffen finden zur Zeit nicht statt. Bei dringenden Angelegenheiten können auch Nachrichten auf dem Telefonanrufbeantworter 06226 97 19 315 oder (besser) per Email unter info@homoheidelbergensis.de hinterlassen werden.